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Antike Kelims (Webteppiche)

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Preis : VHB    Interesse
Stil : um 1910/1930 Material : s. Beschreibung Größe : s. Beschreibung Standort : 51373 Leverkusen Hinweis :
Sonstiges : Bei einem Kelim (türkisch Kilim) handelt es sich um einen gewebten Teppich oder Wandbehang. Die Besonderheit besteht darin, dass der Schussfaden auf beiden Seiten des Kelim das Muster bildet. Das heißt, dass er, ähnlich der europäischen Gobelinweberei nicht mit durchgezogenem Schussfaden gewoben wird. Diese Art der Herstellung ist im Kaukasusgebiet, Iran, Kleinasien und auf dem Balkan beheimatet. Eine Besonderheit unter den Kelimteppichen ist der sogenannte Schlitzkelim. Hier wird bei geraden Musterabschnitten jeweils an genau der gleichen Kette der Schussfaden umgekehrt. So entsteht ein Schlitz im Gewebe. Das Weben von Kelims geht auf eine Jahrhunderte alte und vorislamische Tradition zurück. Nomaden haben mit Webstühlen ihre Zeltbehänge, Bodenbeläge und Decken gewebt. Die Muster und Motive sind Abbilder aus der natürlichen Umgebung (z.B. Tiere oder Pflanzen) oder spiegeln Emotionen wider (Heiratswunsch, Glück etc.). Die Kelims sind anhand ihrer Verzierungen identifizierbar. Die Frauen der verschiedenen Nomadenstämme haben über Generationen ihre eigenen Variantionen hervorgebracht und an ihre Töchter weitergelehrt. Die heutige Produktion ist für den Eigengebrauch sehr stark zurückgegangen, sowie die Existenz der Nomadenvölker selbst. In der heutigen, meist maschinellen Herstellung, sind die Muster der Kelims aufgenommen worden, stehen aber nicht mehr zwangsläufig in der Tradition ihrer Herkunftsgebiete. Ornamente sind oft von Designern entworfen.

Antike Kelims, mit einem Alter von über 100 Jahren zählen deshalb auf dem weltweiten Kunstmarkt zu besonders attraktiven Sammlerstücken.
Antik-ID: 814

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