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Flügel "Broadwood" 1845

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Preis : 3.900,- Euro VHB    Interesse
Stil : Spätbiedermeier (1845) Material : - Größe : - Standort : 35781 Weilburg/Lahn Hinweis :
Sonstiges : Broadwood & Sons ist der Name eines englischen Klavierbauunternehmens, das 1728 von Burkhardt Tschudi (1702-1773) gegründet und ab 1772 von dessen Schwiegersohn, John Broadwood (1732–1812), geführt wurde und seit dem 18. Jahrhundert bis heute Instrumente produziert.

Bedeutsam ist das Werk John Broadwoods und seiner englischen Zeitgenossen insofern, als ihre Instrumente der Mechanik mit Stößeln, wie sie schon Bartolomeo Cristofori di Francesco anfangs nutzte, gegen die süddeutsche oder Wiener Mechanik (Prellmechanik) zum langfristigen Durchbruch verhalfen - wenn auch zur Zeit Broadwoods die englische Repetition noch nicht vollkommen war, was erst in den 1820er Jahren Sébastien Érard in Paris gelang. Die Arbeiten von Broadwood zeigten auf, dass Flügel mit Stößelmechanik lauter sein konnten als Wiener Flügel und damit ein immer mehr wachsendes bürgerliches Publikum in immer größeren Konzertsälen erfreuen konnten - ein Vorzug, der auch Ludwig van Beethoven in seiner fortschreitenden Ertaubung veranlasste, einen Broadwood-Flügel als Geschenk freudig anzunehmen.

Zuvor waren es Cembali der Antwerpener Instrumentenbauerfamilie Ruckers und für Hammerklaviere des süddeutschen Instrumentenbauers Johann Andreas Stein, nach Broadwood dann für den österreichisch-französischen Hersteller Ignace Joseph Pleyel und den deutsch-französischen Instrumentenbauer Sébastien Érard, sowie seit Ende des 19. Jahrhunderts u.a. für die deutsch-amerikanische Klavierbaufirma Steinway & Sons. Daher gehören Broadwood-Flügel zweifellos zu den Ikonen der historischen Musik-Aufführungspraxis und auch der Sammler.
Antik-ID: 3000

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