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Glasvitrine (Jugendstil)

verkleinerte Bilder lassen sich zum Vergrößern anklicken

Preis : 1.200,- Euro VHB    Interesse
Stil : Jugendstil (um 1910) Material : Weichholz Größe : 177 (H) x 92 (B) x 45 (T) cm Standort : 81927 München Hinweis :
Sonstiges : Der Höhepunkt des Jugendstils lag um die Wende vom 19. ins 20. Jh. Wie bei vielen anderen Kunststilen sind seine Wurzeln vielfältig. Ende der 1880er Jahre entstand eine neue Kunstrichtung, die in Deutschland als "Jugendstil" und in Frankreich als "Art Nouveau" bezeichnet wird. Kennzeichnend für diesen Stil ist das neuartige Ornament, das die seinerzeit üblichen historischen Stilzitate überwand. In der ersten Zeit bis um 1900 waren geschwungene, der Natur entlehnte und abstrahierte Linien das typische Merkmal des Jugendstils, später überwogen geometrische Ornamente. Die Stilperiode des Jugendstils war nur von kurzer Dauer. Dennoch ist sie von großer Bedeutung: der Jugendstil räumte den Historismus des 19. Jahrhunderts entschlossen beiseite und ebnete den Weg in die Moderne. Ein wesentliches Anliegen des Jugendstils war die Aufhebung der Trennung zwischen Kunst und Leben sowie zwischen den einzelnen Künsten. Viele Jugendstilkünstler betätigten sich demnach auf mehreren Gebieten. Starke Einflüsse erhielt der Jugendstil von verschiedenen bestehenden Kunstströmungen, wie der japanischen Kunst mit ihren Farbholzschnitten oder dem französischen Spätimpressionismus, besonders jedoch durch den Anspruch künstlerischer Formgebung, wie er von William Morris und dem von ihm ins Leben gerufenen Arts and Crafts Movement vertreten wurde.

Bedeutende Künstler, die dazu beitrugen, dass München zu einem der Zentren des Jugendstils wurden, waren Hermann Obrist, der 1895 mit seiner Stickarbeit Peitschenhieb, einem Wandbehang, der eine Zyklame darstellt, großes Aufsehen erregte. Obrist gründete 1897 gemeinsam mit Freunden, darunter Peter Behrens, die Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk, um die Produktion und den Verkauf der neuen Kunstrichtung zu fördern, sowie Richard Riemerschmid mit seinen Möbeln und Raumentwürfen.
Antik-ID: 1122

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