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Julio Viera "Toteninsel"

verkleinerte Bilder lassen sich zum Vergrößern anklicken

Preis : 14.500,- Euro
--- Objekt bereits verkauft ---

Stil : 1987 Material : - Größe : 100 x 118 cm Standort : 31655 Stadthagen Hinweis :
Sonstiges : Julio Viera gilt als genialer Maler, er wird oft in einem Atemzug mit Dali, Picasso, Miro, de Chirico u.a. genannt.

Seine Selbstdarstellung ist so ironisch wie exzentrisch – was kein Zufall ist. Eines der großen Vorbilder des Malers Julio Viera ist der katalanische Surrealist Salvador Dalí. Auch ihm ist gelungen, was Julio Viera schon in jungen Jahren vollbrachte: Ein Mammutbild von mehr als drei Metern Größe in nur 45 Minuten zu malen. Viera nannte das Werk »El Ángel de Canarias«, was wiederum kein Zufall ist.

Julio Viera wurde 1934 in Las Palmas auf Gran Canaria geboren. Er absolvierte eine Ausbildung als Zeichner, Maler und Bildhauer an der Kunstschule Luján Pérez, lernte viel über Perspektive, Komposition und Farbgebung.

Schon im Alter von 16 Jahren hatte er seine erste echte Ausstellung auf Gran Canaria und machte danach auf dem spanischen Festland und im Ausland von sich reden, was ihm ein gehöriges Selbstbewusstsein bescherte: »Wenn Picasso, Miró und Dalí Genies sind, warum sollte ich keines sein?«

Doch die Zeiten waren nicht für Genies gemacht: Julio Viera musste aus politischen Gründen emigrieren und arbeitete in Belgien im Kohlebergbau. Das hinderte ihn nicht, seine Arbeiten bei der Weltausstellung in Brüssel 1958 zu zeigen.

Ab 1959 lebte er in Italien und war beeindruckt: von den Werken des Michelangelo, von den Renaissance-Bauten, von der Venus von Milo. Doch wohin seine Reisen ihn immer führten – nach Andalusien, Tanger, Portugal, Frankreich – immer wieder kehrte er zum Surrealismus zurück. Er malte z.B. ein Bild mit dem Titel »Der einzige abstrakte Künstler ist der unsichtbare Mensch«.

Immer wieder gibt es Anlehnungen an große Werke der Kunst, an Botticelli, Michelangelo, an den Jugendstil-Architekten Gaudí, in kräftigen Farben, mystisch und surreal, mit einem Stich ins Groteske.

Schließlich ließ er sich in Paris nieder, wo auch André Breton, der große Surrealist, lebte. Viera versuchte, seine Bilder in den geheiligten Räumen des Louvre auszustellen. Als ihm das nicht gelang, hängte er sie kurzerhand an die Fassade des Gebäudes. Dafür wurde er mit dem »Grand Prix de Originalité« des französischen Fernsehens ausgezeichnet. Er malte für Cafés, Theater und Opernhäuser.

Doch die politische Linie des Pariser Mais 1968 passte ihm nicht, und so verließ er die französische Hauptstadt und das Land und begab sich zunächst einmal wieder auf Reisen. Seit 1970 lebt er – und dieses Mal ist sein Aufenthalt von Dauer – auf Mallorca. Hier fungiert der Juwelier Enrique Moreno als sein Galerist und Agent. Julio Viera stellt regelmäßig in Palma, auf dem spanischen Festland und im Ausland aus. Er reist nach wie vor, wenngleich er sich auf der Insel zu Hause fühlt. Viele Ausstellungen weltweit, u. a. auch in Deutschland, rufen unter Kunstkennern große Sammelleidenschaft hervor.
Antik-ID: 380

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