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Kupfer-, Stahlstiche und Radierungen (um 1850)

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Preis : VHB    Interesse
Stil : 2. Hälfte 19. Jhdt. Material : Kupfer- und Stahlstiche, Radierungen Größe : - Standort : 89231 Ulm Hinweis :
Sonstiges : Der Kupferstich bietet eine relativ kostengünstige Reproduktionsmöglichkeit. Im 15. Jahrhundert wird der Kupferstich als eigenständiges Ausdrucksmittel entdeckt. Martin Schongauer macht diese Technik berühmt, einen ersten Höhepunkt stellen die Kupferstiche von Albrecht Dürer dar, der bei Schongauer die Technik des Kupferstichs erlernt und sie später revolutioniert. Im 16. Jahrhundert wird der Kupferstich rationalisiert und ermöglicht die massenhafte Reproduktion. Seine Blütezeit erlebt der Kupferstich im Barock.

Stahlstich bezeichnet ein seit Anfang 19. Jh. bekanntes Tiefdruckverfahren. Dabei handelt es sich um den Abdruck einer in eine Stahlplatte eingravierten Zeichnung auf Papier. Durch den Entzug von Kohlenstoff wird die Stahlplatte erweicht, so dass die Darstellungen mit Sticheln eingeritzt werden können. Im Anschluss wird die Platte wieder gehärtet. Wie beim Kupferstich-Verfahren überzieht man die gravierte Stahlplatte zunächst mit Druckerschwärze. Nach dem Abwischen (Klarwischen) bleibt die Farbe nur in den mit dem Stichel herausgearbeiteten Vertiefungen haften. Die Platte wird in der Folge unter hohem Druck auf angefeuchtes Papier gepresst, wodurch sich die eingravierten Zeichnungen spiegelbildlich übertragen. Da sich die Stahlplatten, im Gegensatz zum weichen Kupfer, kaum abnützen, können viel mehr und konturenschärfere Abdrücke gemacht werden als beim Kupferstichverfahren.

Die Radierung ist ein Tiefdruckverfahren, mit dem die tiefer liegenden Bereiche einer Druckplatte gedruckt werden. Diese werden mit einer Nadel oder einem Stichel in die Platte gekratzt bzw. geschnitten, oder mit der Hilfe von Säure hineingeätzt. Zum Druck wird die Platte mit Farbe eingerieben und mit einem gazeartigen Tuch wieder blankgewischt, wobei die Farbe in den Vertiefungen bleibt. Die eingefärbte Platte wird mit einem angefeuchteten Papier bedeckt durch die Presse gezogen, wobei das Papier die Farbe in den Vertiefungen aufnimmt und ein seitenverkehrter Abdruck entsteht.Die Radierung ist nur eine Technik der Tiefdruckverfahren, zu denen auch der Kupferstich und Mezzotinto gehören.
Antik-ID: 1128

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