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Porzellanservice Meissen "Zwiebelmuster"

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Preis : 9.500,- Euro VHB
--- Objekt bereits verkauft ---

Stil : - Material : - Größe : - Standort : Bozen/Südtirol Hinweis :
Sonstiges : Bereits im 18. Jahrhundert war man in Meissen, in der ersten Porzellan Manufaktur Europas, bestrebt, ein »wirkliches Blau« zu finden. Ein Blau, welches das Weiß des Porzellans sowohl hervorhebt als auch mit ihm harmoniert. Sachsens Kurfürst und Polens König »August der Starke« (1670 bis 1733) setzte für dessen Entdeckung die seinerzeit hohe Summe von 1000 Talern aus. In langen Versuchsreihen fand man heraus, daß die Verbindung der Elemente Kobalt und Sauerstoff sehr hitzebeständig ist. Diesen Umstand machten sich vor über 250 Jahren Meissener Manufakturisten zunutze und verwendeten besagtes Metalloxid zur Schaffung des wohl bekanntesten Dekors auf Meissener Porzellan: des »Zwiebelmusters«.

Doch das ist eigentlich nur sein Künstiername seit dem 19. Jahrhundert. Ursprünglich nannte man es »bleu ordinaire« gewöhnliches Blau. Dargestellt werden in Anlehnung an das ostasiatische Vorbild: Granatapfel, Pfirsich, Bambusstock und Blüten der Lotosblume sowie der Chrysantheme. Der Symbolgehalt des Dekors ist vielfältig auslegbar. Die geometrischen Gebilde Kreis, Quadrat und Oktogon sind in der Malerei versteckt. Sie werden sichtbar, wenn man die acht auf dem Tellerrand befindlichen Früchte mit Linien untereinander verbindet. Der Kreis gilt als Symbol der Unendlichkeit, des Kosmos. Das Quadrat steht für die Erde, das irdische Leben.

Mit dem Pinsel trägt der Unterglasurmaler die Motive äußerst sorgfältig auf den verglühten und zerbrechlichen Scherben auf. Er muß fehlerfrei arbeiten, da die Farbe schnell durch das noch saugfähige Material aufgenommen wird. Sie erscheint zunächst als ein ausdrucksloses, stumpfes Grau. Erst nach dem Glasieren und »Garbrennen« bei einer Temperatur von 1450 'C erstrahlt sie in brillantem Blau. Seit 1888 sind die »Gekreuzten Schwerter« Bestandteil des Dekors. Im Fuß des Bambusstammes künden sie von der Herkunft des »Zwiebelmusters« aus der ersten Porzellan Manufaktur Europas.
Antik-ID: 309

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