Glaseckvitrine (Spätbarock)

abgeschrägter Korpus, Nussbaum auf Weichholz furniert
2-teiliger Korpus,unterer Teil mit 3 Schubladen; Aufsatz mit Rundbogen, 2-türig verglast mit Kreuzsprossen
Rückwand u. Konstruktionsböden in Fichte
Türen und Schubkasten mit diagonal furniertem Fries, sw/ws-Bandelwerk und Fileteinlagen
Oberfläche mit Schellack poliert


Sonstiges : Das Spätbarock ist eine Weiterentwicklung der europäischen kunstgeschichtlichen Epoche des Barocks in den Jahren von etwa 1720 bis 1775. Charakteristisch in diesem Bau- und Dekorationsstil sind überbordende Verzierungen wie an Bauten, Innenräumen, Möbeln, Geräten etc. und vor allem der Verzicht auf jegliche Symmetrie, die im Barock noch als wichtiges Element verwendet wurde. An die Stelle fester Formen treten leichte, zierliche, gewundene Linien und häufig rankenförmige Umrandungen.
Während im Früh- und Hochbarock bei den Möbeln trotz ihrer mannigfachen Gliederung und dominanten Ornamentik vorwiegend kantig-strenge Grundformen vorherrschten, hob das Rokoko das statische Rahmenwerk und die lineare Strenge auf und führte fast jedes Element in geschweifte und gebogene Formen über, zeigte sich überaus „verspielt“, entsagte sich der Symmetrie und erschien als Epoche der ausgeschmückten, schwellenden und schmiegsamen Eleganz.
Antik-ID: 845
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