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Gotische Skulptur

verkleinerte Bilder lassen sich zum Vergrößern anklicken

Preis : 4.900,- Euro VHB
--- Objekt bereits verkauft ---

Stil : Gotik (um 1350) Material : Birnbaum (?) Größe : 160 cm (H) (auf Sockel) Standort : 22459 Hamburg Hinweis :
Sonstiges : Skulptur im streng gotischen Stil

Die gotische Skulptur entsteht zunĂ€chst aus dem Wunsch, die Fassaden der Kathedralen mit Standbildern, Reliefs und Figuren zu schmĂŒcken, die die Heilsgeschichte symbolisieren. Unmittelbar an die Architektur gebunden stehen die sĂ€ulenhaften Figuren mit starrem Blick immer im Bezug zum Wandhintergrund, benötigen eine Konsole, auf der sie stehen und einen Baldachin ĂŒber dem Kopf. UnanhĂ€ngig von den architektonischen PrĂ€missen bleiben die Skulpturen im Kircheninneren.

Besonders ausdrucksstark - innen wie außen - wurde das Gewand gestaltet, welches mehr Aufschluß ĂŒber die dargestellte Figur gibt, als der Körper. Mit einer ungezwungenen Eleganz und mit einem weich fließenden Gewand wird die Haltung der Personen in einer leichten S-Kurve dargestellt. Dieses Bewegungsmotiv bleibt lange typisch fĂŒr die gotische Skulptur. Doch in der zweiten HĂ€lfe des 14. Jhdts. regte ein neuer RealitĂ€tssinn dazu an, weitere Gestaltungsmerkmale zu verwenden. Hier war zunĂ€chst Frankreich fĂŒhrend. BerĂŒhmte Beispiele sind die West- und Querhausportalfiguren von Chartres - um 1145 - sowie die Figuren der Kathedralen in Reims, Paris und Amiens. Im 13. Jahrhundert zur Stauferzeit schufen auch die deutschen KĂŒnstler Meisterwerke der gotischen Plastik: Beispiele dafĂŒr sind besonders die vergeistigten Pfeilerfiguren des Kölner Domchores, Straßburg (sĂŒdliches Querschiff), Bamberger Dom, Stifterfiguren und Lettnerreliefs im Naumburger Dom.

WĂ€hrend die Bildhauer in Frankreich fĂŒr die Heiligenfiguren ein entrĂŒcktes Schönheitsideal entwarfen, formten deutsche KĂŒnstler bereits individuelle und menschlich alltĂ€gliche Abbildungen.

Die SpĂ€tgotik brachte in Deutschland eine Vielzahl an Holzbildwerken fĂŒr FlĂŒgelaltĂ€re hervor. Seine berĂŒhmtesten Schöpfer waren Tilman Riemenschneider (um 1460 bis 1531) und Syrlin d. J. (um 1455 bis 1521).
Antik-ID: 495

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